Bildungsangebote

Ein Ziel der Arbeit der Europäischen Melanchthon-Akademie ist es, Melanchthon für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Dazu genügt der „Blick zurück“ allein nicht. Vielmehr geht es um die Frage, was an der Reformation im Allgemeinen, wie an Melanchthons Theologie im Besonderen heute von Bedeutung ist.

Mit dieser Zielrichtung bietet der Theologische Referent der EMA, Pfarrer Dr. Hendrik Stössel, Sonderführungen im Melanchthonhaus sowie Seminare für Gemeinde- und Mitarbeitergruppen, Pfarrkonvente, Ältestenkreise und auch Schulklassen an, ebenso wie Vorträge in Gemeinden oder Einrichtungen.

Dabei können z.B. folgende Themen im Zentrum stehen:

 •           Was bedeutet das Augsburger Bekenntnis für das ökumenische Gespräch heute?

•           Was haben Bildung und Frömmigkeit miteinander zu tun?

•           Evangelisch und ökumenisch

•           Lehrer und Zeuge – zur Bedeutung Melanchthons für Christen heute

•           Möglichkeiten und Grenzen des Gesprächs – Melanchthons Erfahrungen

Dies ist eine Auswahl, individuelle Themenabsprachen sind möglich.

Vortragsangebote

Neu: Toleranzgedanke und der Protestantismus

Was bedeutet ‚Toleranz‘? Klar ist: Wenn alles gleich gültig ist, ist alles gleich­gül­tig. Von daher signalisiert der immer drän­gen­der und lauter werdende Ruf nach „Werten“ min­destens dies als eine Art Konsens: Vielfalt allein ist of­fen­bar kei­ne Strategie, eine lebenswerte, humane Gesellschaft zu organisieren, we­der im Großen noch im Kleinen. Deshalb endet das individuelle Recht auf Selbst­ver­wirk­li­chung in der Regel dort, wo die Rech­te anderer berührt werden. Auf die­sem Hintergrund befasst sich der Vor­trag mit der Frage, welche Bedeutung der Toleranzgedanke im Pro­tes­tan­tis­mus hat und was die evangelische Tra­di­ti­on zu den ak­tu­el­len Debatten über den Pluralismus und seine Gren­zen beitragen kann.

Ich bin so frei! – Wie frei bin ich denn?

Begegnung mit Martin Luthers Schrift ‚Von der Freiheit des Christenmenschen, 1520‘

 „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ gehört - neben den Schriften „An den christlichen Adel“ und „Über die babylonische Gefangenschaft der Kirche“ - zu den drei Hauptschriften, mit denen Martin Luther 1520 die Grundanliegen der Reformation umrissen hat. Während die Adelsschrift einige Aspekte der Beziehung zwischen Kirche und Staat thematisiert und die Kirchenschrift die grundsätzliche Kritik an der römischen Kirche seiner Zeit darlegt und begründet, behandelt Luther in der Freiheitsschrift die Situation des einzelnen Menschen vor Gott. Damit beschreibt er das Koordinatensystem, in dem sich evangelisches Christensein bis heute bewegt.

Die Reformation und ihre Musik

Die Reformation war u.a. auch eine „Singebewegung“. Wenn wir heute sagen, Kirchenmusik sei ein Markenkern und „Leuchtturm“ evangelischer Kirchlichkeit in der säkularisierten Gesellschaft, dann geht das auf Martin Luther zurück. Dabei war er keineswegs der einzige, der sich kompositorisch oder lieddichterisch betätigt hat. Neben ihm könnte man z.B. an Justus Jonas (1493 - 1555) erinnern oder auch an Joachim Camerarius (1500 – 1574) und – allen andern voran – natürlich an Philipp Melanchthon (1497 – 1560). Seine Bedeutung besteht darin, dass er eine evangelische Musiktheorie entwickelt und so das Feld mitbereitet hat für z.B. einen Heinrich Schütz (1585 – 1672), einen Paul Gerhardt (1607 – 1676) oder auch einen Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Diese und andere haben die Evangelische Kirche in besonderer Weise zu dem gemacht, was sie immer war: eine singende und musizierende Kirche.

Das Amt des Papstes aus reformatorischer Sicht

Das Augsburgische Bekenntnis repräsentiert bekanntlich den Versuch, die konfessionelle Einheit der Kirche zu bewahren. Insbesondere war es das Interesse und intensive Bemühen Philipp Melanchthons – bis ins unmittelbare Vorfeld von Augsburg hinein zu Kompromissen in den strittigen Fragen, insbesondere des Amtsverständnisses zu gelangen. Im Ergebnis war er damit nicht erfolgreich. Das ändert allerdings nichts an der bleibenden Aufgabe die sich im Licht von Joh 17, 21 stellt. Historisch war diese Aufgabe häufig überlagert, auch durch innerprotestantische Auseinandersetzungen, die erst im 20. Jh. überwunden werden konnten. An Schärfe und Unerbittlichkeit haben sie den Dissenz mit dem römischen Katholizismus z.T. weit hinter sich gelassen. Aber auch im Blick auf diesen war der Abgrenzungsaffekt auf allen Ebenen i.d.R. stärker als die Suche nach Gemeinsamkeit. Auf dieser Grundlage versucht der Vortrag Perspektiven aufzuzeigen und weiterzuentwickeln.

Kontakt und Anmeldung:

Für unsere und Ihre Planung erbitten wir eine rechtzeitige Kontaktaufnahme und Anmeldung, in der Regel etwa 3 Monate vorher, bei Seminaren oder Studientagen etwa 6 Monate vorher.

Europäische Melanchthon-Akademie Bretten, Melanchthonstraße 3, 75015 Bretten

 

Pfr. Dr. Hendrik Stössel, Theologischer Referent, Tel. 07252 / 9441 19 E-Mail: dr.stoessel@melanchthon.com

Sekretariat: Claudia Martin, Tel. 07252 / 9441 12, E-Mail: martin@melanchthon.com, www.melanchthon.com

 

 

 

Datum

Veranstaltung

Veranstaltungsort

21.04.2018 10-16 Uhr

Studientag: "Luthers Heidelberger Disputation"

Bretten Europäische Melanchthon-Akadmie

15.10.2012

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kirche

Ein Interview mit dem Referenten der Evangelischen Landeskirche an der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, Dr. Hendrik Stössel


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