Vorderseite:

Heidelberg (?)

Silber-Gußmedaille von 1558 auf Melanchthons 61. Geburtstag

Medailleur: Meister des Ottheinrich

Barhäuptiges Brustbild Melanchthons n. l.; Umschrift:

* PHILIPPVS MELANTHON . AETATIS . SVAE . LXI

Diese Medaille, eventuell auf Melanchthons 61. Geburtstag gegossen, wird im allgemeinen dem Meister des Ottheinrich (Dietrich Schro oder Augustin Adelmann?) zugeschrieben. Ein Jahr zuvor, 1557, hielt sich Melanchthon letztmals in Heidelberg auf und wirkte an der Universitätsreform mit.

Rückseite

Heidelberg (?)

Silber-Gußmedaille von 1558 auf Melanchthons 61. Geburtstag

Medailleur: Meister des Ottheinrich

Im floral geschmückten Wappenschild der Familie Schwartzerdt gekrönter Löwe v. v. auf einer Krone stehend, Hammer und Zange haltend; Umschrift mit Melanchthons Wahlspruch (Röm 8, 31): * SI DEVS PRO NOBIS QVIS CONTRA NOS

Diese Medaille, eventuell auf Melanchthons 61. Geburtstag gegossen, wird im allgemeinen dem Meister des Ottheinrich (Dietrich Schro oder Augustin Adelmann?) zugeschrieben. Ein Jahr zuvor, 1557, hielt sich Melanchthon letztmals in Heidelberg auf und wirkte an der Universitätsreform mit. Die Rückseite mit dem Wappen der kurpfälzischen Familie Schwartzerdt — Melanchthons Vater, Waffenschmied am Heidelberger Hof, erhielt das Wappen von Kaiser Maximilian 1495 verliehen: der Löwe trägt eine rote Krone und hält in seiner rechten Tatze eine Zange, in seiner linken einen Hammer — könnte Heidelberg als Ursprungsort der Medaille bestätigen.