04.02.2010 bis 05.03.2010

Ausstellung: Melanchthon auf Medaillen


Bretten Sparkasse Kraichgau, Engelsberg 6-8

Zum aktuellen Melanchthongedenkjahr zeigt die Sparkasse Kraichgau in ihrer Niederlassung in Bretten (Engelsberg 6-8) vom 4. Februar bis 5. März 2010 eine Ausstellung, die „Melanchthon auf Medaillen“ gewidmet ist.

Die Überblickschau wird von Jürgen Blum zusammengestellt. Er ist Mitautor eines umfassenden Buches über Melanchthon-Medaillen. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf der Zeit ab 1817. Es wird auch eine Rückschau gehalten auf die Medaillen, die zu vergangenen festlichen Ereignissen entstanden, deren Prägestempel und Gipsmodelle sind zu sehen.

Der gebürtige Brettener und Münzsammler Dieter Roitsch aus Göppingen hat zudem einen Teil seiner Münzsammlung, nämlich Reformationsmedaillen aus Porzellan, zur Verfügung gestellt. Bereichert wird die umfangreiche Dokumentation der Medaillenkunst durch Zeitzeugnisse der Jubiläen, wie Festschriften, Einladungen und Kunstwerke.

Melanchthon auf Münzen und Medaillen, diese Thema ist eng mit der Person Melanchthons und der Geschichte des Melanchthonhauses verbunden. Zum einen haben Münzen Melanchthon Zeit seines Lebens sehr interessiert. Er besaß sogar eine eigene Münzsammlung, die bei Besuchern große Bewunderung erregte. Gern verschenkte Melanchthon Münzen an Freunde. Melanchthons Interesse galt insbesondere den antiken und biblischen Münzen. 1529 veröffentlichte er ein kleines Buch über die Münz-Namen und ihren Geldwert. In zahlreichen Auflagen ist es im 16. Jahrhundert ein wichtiges Nachschlagewerk geworden.

Die Münzsammlung des Melanchthonhauses wiederum umfasst rund 500 Stücke aus den vergangenen fünf Jahrhunderten. Das älteste Exemplar stammt aus dem Jahr 1526. Die Darstellungen haben stets einen Bezug zu Melanchthon. Vielfach handelt es sich um Porträts von Philipp Melanchthon, oft zeigen sie ihn zusammen mit seinem Wittenberger Kollegen und Mitstreiter in der Reformationsbewegung Martin Luther. Hinzu kommen auch reformationsgeschichtliche Motive in szenischen Darstellungen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo. - Fr. 8.30 bis 12.30 Uhr, 14.00 bis 16.30 Uhr, Do. bis 18.00 Uhr