06.02.2010ab 9.30 Uhr

Studientag: Zwischen Bedrohung und Bewahrung - Der späte Melanchthon. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden


Bretten, Melanchthonhaus - Gedächtnishalle, Melanchthonstr. 1

Das Melanchthon-Gedenkjahr 2010 ist Anlass für einen Studientag, den die Europäische Melanchthon-Akademie Bretten und der Verein für Kirchengeschichte der Evangelischen Landeskirche gemeinsam ausrichten. Er wendet sich an ein interessiertes Publikum. Die Veranstaltung am Samstag, 6. Februar 2010 im Melanchthonhaus Bretten trägt die Überschrift: „Zwischen Bedrohung und Bewahrung“. Die Leitung haben PD Dr. Günter Frank, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, und PD Dr. Johannes Ehrmann, Heidelberg.

Im Mittelpunkt des Programmes, das von 9.30 bis 16 Uhr dauert, stehen das Leben und Werk des Mannes, der nach Luthers Tod eine führende Rolle innerhalb der reformatorischen Bewegung einnahm. Es wird in den Vortrags- und Gesprächsrunden die Frage gestellt: Wie gelang es ihm, diese Aufgabe zu bewältigen?

Drei Referate geben einen Überblick über diese letzte Lebensphase Melanchthons. Sie stellen die deutlichen Spannungen und Konflikte dar, denen er ausgesetzt war, und erläutern, wie er diese mit seinem Glauben und seiner Frömmigkeit zu bewältigen versuchte. Der Melanchthon-Akademie und dem Verein für Kirchengeschichte der Evangelischen Landeskirche geht es mit diesem Studientag darum, das Leben und Werk Melanchthons zu würdigen, der stets seiner Kirche diente und dabei in das Geistesleben ganz Europas hineingewirkt hat.

Die Tagungsgebühr beträgt 15 Euro. Es besteht die Möglichkeit an einem gemeinsamen Mittagsessen teilzunehmen (5 Euro). Anmeldungen sind bis zum 29. Januar 2010 an das Sekretariat der Melanchthon-Akademie, Frau Martin, zu richten, Tel. 07252 – 9441 12, E-mail: martin@melanchthon. Com.

Das Programm im Überblick:
9.30 Uhr Tagungseröffnung in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses
9.45 Uhr „Der alte Philipp. Melanchthon nach dem Tode Luthers“ Vortrag von PD Dr. Johannes Ehmann, Heidelberg
10.45 „Freunde – Gegner – Feinde. Melanchthon in den Konfliktfeldern seiner Zeit“, Vortrag von Prof. Dr. Irene Dingel, Mainz
12.00 Mittagsgebet in der Kreuzkirche,anschl. Mittagessen
14.00 „Das Gedenkjahr im Überblick“, Vortrag von PD Dr. Günter Frank und Dr. Martin Schneider
14.30 Uhr „So oft ich gebetet habe mit Ernst, so bin ich gewisslich erhört worden. Glaubenserfahrungen Melanchthons im Spiegel seiner Briefe“, Vortrag von Prof. Dr. Martin H. Jung, Osnabrück
15.30 Uhr Podiumsgespräch mit den Referenten, Moderation PD Dr. Günter Frank
16.00 Tagungsabschluss

Bericht zur Tagung von Pfarrer Dr. Martin Schneider:

Studientag am 6. Februar 2010 im Melanchthonhaus Bretten

Zwischen Bedrohung und Bewahrung - der späte Melanchthon

Veranstaltet vom Verein für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Europäischen Melanchthon-Akademie fand am 6. Februar im Melanchthonhaus ein Studientag statt, bei dem Dr. Günter Frank, der Direktor der Akademie eine zahlreiche Teilnehmerschar begrüßen konnte. Auch Brettens neuer Oberbürgermeister Martin Wolff  ließ es sich nicht nehmen,  einen Gruß der Stadt zu überbringen  und auf die Bedeutung Philipp Melanchthons für Bretten hinzuweisen.
Die Referenten PD. Dr. Johannes Ehmann (Heidelberg), Prof. Irene Dingel (Mainz) und Prof. Martin H. Jung (Osnabrück) zeichneten in ihren Vorträgen ein lebendiges Bild des älteren Melanchthon  als Nachfolger Luthers, in der Auseinandersetzung mit Gegnern und in seiner ganz persönlichen Frömmigkeit, die ihm half die vielfältigen Krise und Konflikte zu bewältigen. Ein Mittagsgebet in der Kreuzkirche und das gemeinsame Mittagessen im Akademiegebäude trugen dazu bei, die Besucher  zusammenzuführen.
Am Ende des Studientages stellten sich die Referenten den Fragen der Teilnehmer. Deutlich wurde dabei, dass gerade der Themenschwerpunkt beim älteren oder späten Melanchthons geeignet war, dem Bild des Reformators und Lehrers  neue und bedeutsame Facetten hinzuzufügen.