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06.10.2011 19.30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Symposiums. "Cicero-Memoria zwischen Verehrung und Verachtung" mit Prof. em. Dr. Günter Gawlick, Bochum
Bretten Melanchthonhaus Gedächtnishalle

Professor Dr. Günter Gawlick Foto:wod
Zum Thema des Symposiums steuert Prof. em. Dr. Günter Gawlick seine Betrachtung der Cicero – Memoria bei, die er zwischen „Verachtung und Verehrung“ einordnet.
Der öffentliche Abendvortrag am 6. Oktober, 19.30 Uhr in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses legt dar, dass die Cicero-Memoria, d.h. die Gesamtheit der inhaltlich bestimmten Erinnerungen späterer Generationen an den römischen Klassiker, dreifach gegliedert ist: Diese Memoria besteht in der Erinnerung an die Person mit ihren Eigenschaften und Handlungen, an den Meister der Redekunst in Theorie und Praxis und an den Philosophen Cicero mit seinen vielfältigen Stellungnahmen zu erkenntnistheoretischen, ethischen und religionsphilosophischen Fragen.
Während die Erinnerung an den Autor rhetorischer Lehrschriften sowie vieler Gerichts- und Senatsreden fast einhellig positiv ausfällt, bewegt sie hinsichtlich der Person und des Philosophen zwischen Lob und Tadel bzw. zwischen Zustimmung und Ablehnung. Der Vortrag geht auf die philosophische Cicero-Rezeption in der Kirchenväterzeit, in der Renaissance und im Zeitalter der Aufklärung näher ein, weil hier die lebhafteste und fruchtbarste Auseinandersetzung mit dem Klassiker stattgefunden hat. Günter Gawlick, (geb. 1930) absolvierte ein Studium der Philosophie, Latinistik und Anglistik von 1950 bis 1956. Die Promotion folgte 1956, die Habilitation 1963. Er lehrte ab 1969 bis zu seiner Emeritierung 1992 als ordentlicher Professor der Philosophie in Bochum. Gawlick ist Herausgeber und Mitherausgeber klassischer Werke der Philosophie Er verfasste zahlreiche Aufsätze, u.a. zur Wirkungsgeschichte Ciceros.
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