12.10.201417.00 Uhr

Sonntagsvortrag: Die Evangelische Kirche im Ersten Weltkrieg. Referent: Pfarrer Dr. Hendrik Stössel, EMA Bretten


Bretten Melanchthonhaus Gedächtnishalle

Die Instrumentalisierung der Kirchen zur Mobilisierung im Ersten Weltkrieg illustriert die aktuelle Ausstellung im Melanchthonhaus Bretten: „Verbündete im Himmel. Religiöse Motive in Bildwerken des Ersten Weltkrieges“. Ergänzend dazu hat Pfarrer Dr. Hendrik Stössel, Theologischer Referent an der Europäischen Melanchthon-Akademie, der die Ausstellung mit vorbereitete, das Verhältnis der evangelischen Kirche zum Staat untersucht. Am Sonntag, 12. Oktober, um 17 Uhr referiert er dazu in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses in Bretten.

 Das Jahr 2014 hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen handelt es sich um das Reformations-Dekadenjahr „Reformation und Politik“. Es thematisiert die Beziehung zwischen Kirche und Staat seit der Reformation und dessen Auswirkungen. Zum anderen war der 1. August 2014 der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs. Es liegt auf der Hand, diese beiden thematischen Stränge miteinander zu verknüpfen.

 Anhand der Rolle der evangelischen Kirchen im Ersten Weltkrieg zeigt sich in besonderer Weise, wie sich ihre Bindung an den Staat ausgewirkt hat, jene in ihren Voraussetzungen und Auswirkungen so unheilvolle Verknüpfung zwischen „Thron und Altar“, deren Wurzeln bereits in der Anfangszeit der Reformation liegen. Hierbei dient im Vortrag von Dr. Stössel die Haltung der evangelischen Kirchen während des Ersten Weltkriegs und in der Zeit davor als Beispiel.

 Der Eintritt ist frei