21.06.2015 17 Uhr

Reformatoren im Bildnis - Zweiter Projekvortrag von Dr. Maria Lucia Weigel


 

 

Die Kunsthistorikerin Dr. Maria Lucia Weigel widmet sich seit Februar 2014 an der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten dem Projekt „Reformatoren im Bildnis“. Dieses wird im Sommer 2016 seinen Abschluss mit einer großen Ausstellung im Melanchthonhaus finden. Die Wissenschaftlerin schafft dabei Grundlagenarbeit zu diesem Thema, das nicht nur die Sichtung der eigenen Bestände des Melanchthonhauses umfasst, sondern auch die Suche nach vergleichbarem oder ergänzendem Material in anderen Sammlungen einschließt.

 

Der erste Bericht zu dem Projekt vor rund einem halben Jahr stellte die Person Martin Luthers in den Fokus und dessen unterschiedliche Darstellungsformen sowie die damit verbundenen topografischen Verankerungen. Auch bei der nun anstehenden Frage nach der Porträtähnlichkeit der Dargestellten  - also: „Spiegeln die Bildnisse von Reformatoren deren tatsächliche äußere Erscheinung?“ – kehrt die Referentin in einem weiteren Vortrag am Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr im Melanchthonhaus nochmals zu Martin Luther zurück. Luther, gezeigt mit dem Schwan als populäres Bildmotiv, wird auf dessen Hintergründe im Kontext protestantischer Kirchengeschichtsschreibung analysiert. Dann schließlich wendet sich  die Kunsthistorikerin Philipp Melanchthon zu und den Bildkonzepten, in die der Humanist und Reformator in der Frühen Neuzeit eingebunden wurde.

 

Das Ausstellungsprojekt, das im Hinblick auf das Reformationsgedenken 2017 angestoßen wurde,  wird zur Hälfte von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Hinzu kommen maßgebliche Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung sowie der Stadt Bretten und des Melanchthonvereins Bretten.