01.10.2017 17 Uhr

Sonntagsvortrag: "Reformation und Musik" mit Pfr. Dr. Hendrik Stössel, Theol. Referent an der EMA Bretten


Bretten Melanchthonhaus Gedächtnishalle

 

Die Reformation war u.a. auch eine „Singebewegung“. Wenn wir heute sagen, Kirchenmusik sei ein Markenkern und „Leuchtturm“ evangelischer Kirchlichkeit in der säkularisierten Gesellschaft, dann geht das auf Martin Luther zurück. Dabei war er keineswegs der einzige, der sich kompositorisch oder lieddichterisch betätigt hat. Neben ihm könnte man z.B. an Justus Jonas (1493 - 1555) erinnern oder auch an Joachim Camerarius (1500 – 1574) und – allen andern voran – natürlich an Philipp Melanchthon (1497 – 1560). Seine Bedeutung besteht darin, dass er eine evangelische Musiktheorie entwickelt und so das Feld mitbereitet hat für z.B. einen Heinrich Schütz (1585 – 1672), einen Paul Gerhardt (1607 – 1676) oder auch einen Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Diese und andere haben die Evangelische Kirche in besonderer Weise zu dem gemacht, was sie immer war: eine singende und musizierende Kirche.