08.03.2020 17 Uhr

Sonntagsvortrag von Pfr. Dr. Hendrik Stössel: Gott und das Grundgesetz


Melanchthonhaus Bretten

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.


So beginnt die Präambel, der Vorspruch, des Grundgesetzes. Aber was hat Gott in einem weltlichen Verfassungstext wie dem Grundgesetz zu suchen? Wie ist er da hineingekommen? Was bedeutet das für Menschen, die keine Gottesbeziehung haben?


Das Bundesverfassungsgericht sagt: Die Bundesrepublik Deutschland sei "Heimstatt" für alle ihre Bürger und Bürgerinnen, unabhängig davon, was sie glauben und was nicht. Trotzdem ist das Grundgesetz ziemlich voll von Worten, die über die menschlichen Dinge, von denen es handelt, hinausweisen. Es kennt nicht nur "Gott", sondern auch die „Menschenwürde" und das „Sittengesetz". Es weiß vom Gewissen und dem „natürlichen Recht". Undimmer wieder erhebt sich die Frage, was genau mit diesen hochgradig erklärungs- bzw. auslegungsbedürftigen Begriffen gemeint ist, eben: Wie verhält es sich mit Gott und dem Grundgesetz. Dem versucht der Vortrag nachzugehen.


Der Eintritt ist frei.


 


 


 


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