20.07.2009

Die Gymnasiasten Alice Urban und Martin Hinrichs teilen sich Melanchthon-Schülerpreis 2009


Den Melanchthon-Schülerpreis 2009 teilen sich Alice Urban und Martin Hinrichs. Die Mitglieder der Jury der Philipp-Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung hielten die Abiturienten der beiden Brettener Gymnasien für gleichermaßen auszeichnungswürdig. In bemerkenswerten Ansprachen gaben die zwei Gymnasiasten Einblicke in ihre Form der Auseinandersetzung mit dem Universalgelehrten aus Bretten. Alice Urban, Absolventin des Melanchthon-Gymnasiums, übte in Anlehnung an Melanchthons Warnung, die Jugend in der Schule zu vernachlässigen, auch Kritik am aktuellen Bildungssystem, dem es ihrer Ansicht nach am angemessenen Feingefühl fehle und das zu sehr auf Leistung ausgerichtet sei.

 Martin Hinrichs, Abiturient am Edith-Stein-Gymnasium, hob hingegen den stets auf Ausgleich bedachten Reformator Melanchthon hervor. Dieser sei über die Spaltung der Kirche verzweifelt gewesen. Heute werde die Gesellschaft durch Ausgrenzung und Leistungsdruck gespalten. Er forderte im Sinne Melanchthons eine stärkere Bereitschaft zum Dialog in der Gesellschaft.

Bei der feierlichen Preisverleihung in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses wurden Alice Urban und Martin Hinrichs u.a. von Landrat Christoph Schnaudigl, Brettens Bürgermeister Willi Leonhardt, dem Stiftungsvorsitzenden Jürgen Fetzner und Joachim Reiber, dem Vorsitzenden des Melanchthonvereins gewürdigt. Der sogenannte „kleine Melanchthonpreis“ ist mit insgesamt 750 Euro dotiert und gilt sowohl hervorragenden schulischen Leistungen, als auch dem Wissen über Philipp Melanchthon und vor allem dem sozialen Engagement. Vorgeschlagen werden können Schüler aller weiterführenden Schulen in Bretten, also Schüler der Gymnasien, der Realschulen, Hauptschulen und Berufsschulen.