 |

07.08.2009
Einzigartiger Einsatz einer Kommune für die Geisteswissenschaften
„Mit dem Neubau der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten hat Bretten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der europäischen Geisteswissenschaften geleistet“. Davon zeigte sich das Stadtoberhaupt der Melanchthonstadt, Paul Metzger, zu Recht überzeugt. Rund vier Millionen Euro hat die Stadt Bretten in den Grunderwerb und den Neubau direkt neben dem historischen Melanchthonhaus, in den gläsernen Verbindungsbau, die Glaskunst an den gotischen Blindfenstern der Gedenkstätte und die Sanierung der Außenfassade investiert. Damit wurde nicht nur Arbeitsraum für die Verwaltung der Akademie, die wissenschaftliche Abteilung und ein grundlegendes Editionsprojekt geschaffen, sondern der lange geforderte behindertengerechte Zugang zu den repräsentativen Räumen der Melanchthongedenkstätte im Obergeschoss verwirklicht.
Zur Einweihung des baulichen Großprojektes galt der Dank des Stadtoberhaupts vor allem dem Brettener Gemeinderat für sein „stetes Bekenntnis das Erbe Melanchthons zu pflegen und nutzbar zu machen“. Dieses Anliegen fand Unterstützung durch das Land, das 670 000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ für dieses gewichtige kulturelle Unternehmen zur Verfügung stellte. Und dabei entstand „weitaus mehr als ein beachtenswerter Beitrag für eine nachhaltige Attraktivierung unserer Innenstadt“, betonte Metzger.
Es gebe in Deutschland kein vergleichbares, den Geisteswissenschaften gewidmetes Objekt, in weclches eine Kommune so hoch investiert habe wie Bretten, versicherte das Oberhaupt der Melanchthonstadt. Mit der Einweihung des Neubaus für die Europäische Melanchthon-Akademie kann und will Bretten mit Unterstützung seiner engagierten Bürgerschaft – und im Sinne Melanchthons - bewusst diesen gewichtigen Beitrag leisten. Für OB Metzger steigert der Neubau für die Akademie nochmals die seit Jahren von Bretten ausgehende Förderung der Geisteswissenschaften. Diese bilden „eine Grundlage für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Interessen und Kulturräume“, lautet seine Überzeugung.
Dass dieser eingeschlagene Weg richtig ist, wurde vor drei Jahren sogar von Seiten des Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler bestätigt, der die Europäische Melanchthon-Akademie Bretten zu einem würdigen Ort im „Land der Ideen“ erklärte. Hier, so ging aus der Auszeichnung hervor, werde die Basis geschaffen für die humane Entwicklung der Wissenschaften in einem immer stärker multikulturell geprägten Umfeld.
Die eindrucksvolle räumliche Verortung der geisteswissenschaftlichen Forschung mit europäischer Ausrichtung in Bretten bietet die besten Voraussetzungen für hoch qualifizierte internationale Forschung, die bislang wie auch in Zukunft mit dem Kooperationspartner, der Freien Universität Berlin (FU), und weiteren namhaften Einrichtungen erfolgt. Von hier sollen weiterhin maßgebliche Impulse zur Tradition der europäischen Ethik und für das ökumenische Miteinander ausgehen. Dies, so Oberbürgermeister Paul Metzger, „wird die Melanchthonstadt Bretten dann als Stadt des Europäischen Humanismus auszeichnen“.
|
|