Das Melanchthon-Gedenkjahr 2010 anlässlich des 450. Todestages des Reformators und Universalgelehrten aus Bretten brachte der Erinnerungsstätte im Melanchthonhaus einen einzigartigen Besucherrekord: Mehr als 14 000 Besucher, genau 14 367 Interessierte, fanden aus dem besonderen Anlass heraus den Weg in das Museum am Marktplatz. Das sind beinahe doppelt so viele Menschen, wie in den vergangenen zehn Jahren jährlich gezählt wurden, rund 8 000.
Die meisten Besucher wurden im Rahmen von Führungen durch die historischen Räume begleitet, knapp 9 500. 3758 besichtigten das Haus selbstständig und 1 100 wurden bei Sonderveranstaltungen wie Konzerten, Vorträgen, Ausstellungseröffnungen gezählt. Dieses gesteigerte Interesse an Philipp Melanchthon betraf vor allem die ehrenamtlichen Führungskräfte, die ein Vielfaches an Einsätzen im vergangenen Jahr zu leisten hatten. PD Dr. Günter Frank, Kustos des Melanchthonhauses und Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie, lobt daher die engagierte Bereitschaft der kenntnisreichen Museumsbegleiter, die somit einen großen Anteil an dieser überaus positiven Besucherbilanz haben.
Zu den Besuchergruppen zählten überwiegend evangelische Kirchengemeinden, Frauen- und Seniorenkreise sowie Bildungseinrichtungen. Außerdem waren Geistliche, Firmen, Schüler und auch verschiedenste Privatgruppen Gäste in der Gedenkstätte. Sie kamen nicht nur aus der näheren Umgebung Brettens, sondern reisten u.a. von Düsseldorf, Köln, Ludwigsburg, Konstanz, Dresden, Berlin, Hamburg, Stuttgart, München und Tübingen an. Internationale Besucher stammten beispielsweise aus Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Polen, Ungarn und den Niederlanden.
Die erfolgreiche Besucherstatistik beweist PD Dr. Günter Frank, dass das Ziel des Melanchthon-Gedenkjahres auch im eigenen Haus erreicht wurde, nämlich Philipp Melanchthon und seinen religiösen wie wissenschaftlichen Kosmos noch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.