27.03.2015

Internationales Symposium „Reformation und Bildnis“- Call for Abstracts bis 15. Mai 2015


Europäische Melanchthon-Akademie Bretten

Robert Boissard, Kupferstich, Ende 16. Jh., aus: Jean-Jacques Boissard, Icones quinquaginta virorum illustrium, Frankfurt am Main 1597-99 (Bretten, Melanchthonhaus, Druckgraphische Sammlung)


Datum des Symposiums: 12./13. Nov. 2015 (Anreise am 12. Nov.)

Veranstalter: Europäische Melanchthon-Akademie Bretten

Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. Günter Frank, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, Dr. des. Maria Lucia Weigel, Projekt „Reformatoren im Bildnis“ an der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten

E-Mail-Adresse für Einreichungen: dr.frank@melanchthon.com;MariaLucia.Weigel@melanchthon.com

Die Ausbreitung der Reformation im 16. Jahrhundert hatte nicht nur Auswirkungen auf  Herstellung und Einsatz von Kunstwerken im sakralen Kontext, vielmehr wurden auch die tradierten Funktionen von Kunst hinterfragt. Im Zusammenspiel mit technischen, kulturellen und sozialen Entwicklungen taten sich neue Märkte auf, neue Absatzstrategien wurden entwickelt, Künstler beanspruchten einen neuen Status. Die damit verbundenen inhaltlichen Veränderungen und Neuentwicklungen waren in der Vergangenheit bereits Gegenstand breit angelegter wissenschaftlicher Untersuchungen.


Die großen Ausstellungen der jüngsten Zeit nahmen diesbezüglich das Bildnis als Gattung vorwiegend unter dem Aspekt eines Einflusses der italienischen Renaissance und der Entwicklung nordalpiner Kunsttheorie in den Blick oder betrachteten das Bildnis im Werkzusammenhang von Künstlerpersönlichkeiten. Allerdings geriet dabei nur selten das Bildnis in seinem Verhältnis zur Reformation in den Fokus.

Die Tagung will sich diesem Thema auf breiter Basis nähern. Sie findet im Vorfeld der Ausstellung „Reformatoren im Bildnis“ statt, die im Juni 2016 im Melanchthonhaus Bretten eröffnet werden soll.

Es ist sowohl nach kunsttheoretischen Positionen zu fragen, die sich im Wechselspiel mit reformatorischem Gedankengut entwickelt haben und auf das Bildnis Anwendung fanden, als auch nach den praktischen Auswirkungen auf bildliche Strategien. Dabei kann anhand von Einzelfällen Signifikantes ebenso aufgezeigt werden wie in der Beschäftigung mit den Auswirkungen von bildtheologischen Ansätzen auf das Bildnis im Allgemeinen.

Dazu lassen sich folgende Fragestellungen formulieren:

-    Hat sich die Hermeneutik des Bildnisses unter dem Einfluss der Reformation verändert?
-    Betrifft die so häufig konstatierte Entwicklung einer neuen Bildsprache im Kontext der Reformation im 16. Jahrhundert auch das Bildnis?
-    Inwiefern stehen Bildnisse im Dienste der Reformation?
-    Entsteht unter reformatorischem Einfluss ein neuer Umgang auch mit dem Bildnis?

Referatslänge ca. 45 min.
Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch
Einen vorläufigen Arbeitstitel des Referats sowie eine Kurzdarstellung von ca. 250 Wörtern erbitten wir bis Mitte Mai.
Gerne nehmen wir auch weitere Empfehlungen möglicher Referenten für die Tagung auf.
Die gesammelten Beiträge sollen in schriftlicher Form als Band 2 in der Reihe „Schriften der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten“ erscheinen.

Abrechnungshinweise: Hotel- und Verpflegungskosten in Bretten werden direkt übernommen, Reisekostenabrechnung erfolgt nach Vorlage der Originalbelege                                                                
www.melanchthon.com