31.01.2017

Begleitheft "Reformatoren im Bildnis" - kunsthistorisch wertvoller Beitrag im Jahr des Reformationsjubiläums


Broschüre ist im Melanchthonhaus und über die EMA erhältlich

Von Deutschland ausgehend verbreitete sich im 16. Jahrhundert die Reformation in ganz Europa. Die Neue Lehre brachte Veränderungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen mit sich, die bis in unsere Gegenwart hinein spürbar sind. Die Reformation veränderte die Welt. Bildnisse der Reformatoren waren dabei ein zentrales Kommunikationsmittel. Sie vermittelten die neuen Glaubensinhalte und bezeugten die Glaubwürdigkeit derer, die sie verkündeten. Die Botschaften, die sich in den Bildnissen mitteilen, prägen bis heute unseren Blick auf die Reformation und ihre Träger. Die Reformation bekam ein Gesicht. Die Sprache der Bilder ist dem heutigen Betrachter jedoch fremd. Was bedeutet ein Wulst über den Augenbrauen oder eine hohe Stirn? Wie sahen sie wirklich aus, die Reformatoren? Was sagen uns die Bildnisse über ihre Persönlichkeit, ihr Wirken, ihre Bedeutung? Wie gelingt es den Künstlern, uns von der Botschaft der Bilder zu überzeugen?

 

Das Begleitheft „Reformatoren im Bildnis – Verschlüsselte Botschaften“ nimmt diese Fragen in den Blick und löst das Rätsel um die verschlüsselten Botschaften. Die Bilder beginnen zu sprechen und teilen ihre komplexen, kunstvoll arrangierten Inhalte auch dem heutigen Betrachter mit. Es zeigt sich Überraschendes: In der Überlieferung der Bildnisse über Jahrhunderte hinweg treten Veränderungen zutage. Zu unterschiedlichen Zeiten wurden jeweils wechselnde Inhalte im Bild kommuniziert. Dem wird  erstmals nachgegangen. Dabei wird der deutschsprachige Raum in den Blick genommen: Die Wittenberger Reformatoren um Luther, Melanchthon, Bugenhagen und Jonas, bis hin zu den Schweizern Zwingli und Calvin. Auch die Konterfeis der süddeutschen Reformer Brenz und Bucer werden vorgestellt. Ausgangspunkt des Begleitheftes ist der umfangreiche Bestand von druckgraphischen Blättern mit Reformatorenporträts aus der Sammlung des Melanchthonhauses Bretten. Sie geben einen Überblick über die Darstellungsformen vom 16. bis 19. Jahrhundert.

 

Es wurde konzipiert von der Kunsthistorikerin Dr. des. Maria Lucia Weigel und basiert auf ihrer Forschungsarbeit für die Ausstellung „Reformatoren im Bildnis“, die im Jahr 2016 im Blick auf das Reformationsjubiläum im Melanchthonhaus Bretten gezeigt wurde.

 

Das 46-seitige Begleitheft ist gegen eine Schutzgebühr von EUR 5,00 im Melanchthonhaus Bretten erhältlich oder über die Europäische Melanchthon-Akademie zu beziehen: Tel. 07252 / 9441-12 (Fr. Martin), E-Mail: martin@melanchthon.com

Es eignet sich auch bestens für Schulen ab der 7. Klasse in den Fächern Kunst, Geschichte und Religion. Er enthält Arbeitsaufgaben für den Unterricht und kann von Lehrkräften kostenfrei bestellt werden.