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Münzsammlung

Darstellungen Melanchthons wie auch allgemeiner reformationsgeschichtlicher Motive waren beliebte Motive sowohl auf Münzen, seit der Antike allgemeines Zahlungsmittel, wie auch auf Medaillen, eine Erfindung der italienischen Renaissance. Hier finden sich fast ausschließlich Porträtmedaillen, deren Rückseiten allegorisch von den Taten oder Eigenschaften der Dargestellten erzählen. Die Einführung der Medaillenkunst in die Länder und Städte nördlich der Alpen kann trotz gewisser Vorläufer dem Nürnberger Albrecht Dürer (1471—1528) zugeschrieben werden. In den Jahren zwischen 1508 und 1514 schuf Dürer eine erste Serie von Medaillen nach italienischem Vorbild. In dieser Tradition stehen auch die frühen Reformationsmedaillen. Im Gegensatz zu Martin Luther, der von 1517 bis 1546 auf zwölf Gußmedaillen dargestellt wurde, erscheint Philipp Melanchthon erst 1525 gemeinsam mit Luther auf einer Medaille. Während sich die Renaissance-Medaillen vornehmlich durch Bibelzitate oder knappe Umschriften auszeichneten, bieten die Barockmedaillen eine ausgebreitete Symbolik eines gefestigten Protestantismus.

Im Melanchthonhaus Bretten befindet sich eine umfangreiche Sammlung von etwa 500 Münzen und Medaillen mit reformationsgeschichtlichen Motiven. Auszugsweise werden hier wichtige Exemplare der Sammlung vorgestellt.