„Ist das Bildung oder kann das weg?“

17.05.2026 um 17:00

Melanchthonhaus Bretten

Johannes Reuchlin (Lithografie von Karl Lanzadelly, 19. Jh., Melanchthonhaus Bretten)
Das Philippus bei "Onkel" Reuchlin aus Pforzheim gelernt hat und wie das sein humanistisches Bildungsideal prägte

Vortrag am Internationalen Museumstag
Dr. Matthias Dall’Asta, Melanchthon-Forschungsstelle Heidelberg

Der Brettener Humanist Philipp Melanchthon hat im 16. Jahrhundert die Universitäten und Schulen der protestantischen Länder reformiert und nachhaltig geprägt; schon zu Lebzeiten galt er daher als „Lehrmeister Deutschlands“.

Wichtige Anregungen verdankt Melanchthon dabei seinem frühen Mentor Johannes Reuchlin. Was hat der Pforzheimer Jurist und Philosoph seinem begabten Schüler mit auf den Lebensweg gegeben? Neben ihrer Leidenschaft für Sprachen, Literatur und die Wissenschaften teilten beide die Bereitschaft, ihre Standpunkte nötigenfalls auch in scharfen öffentlichen Debatten zu verteidigen.

Und so häuft der Vortrag keine trockenen oder gar toten Bildungsgüter auf, sondern handelt vor allem von starken Emotionen und den inneren wie äußeren Kämpfen beider Humanisten. Auch an einer Prise Humor wird es nicht fehlen.

Der Eintritt für diesen Vortrag ist frei. Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg.